Allgemeine Informationen Ecuador / Galapagos

Stand: November 2009

 

 

 

Land und Geographie

Foto David Hettich

Das Archipel Galapagos gehört zu dem südamerikanischem Staat Ecuador und liegt im Ostpazifik auf genau 0 Grad ( Äquator ) und 90 Grad westlicher Länge, ungefähr 1000 Kilometer vom südamerikanischen Festland entfernt. Die gesamte Oberfläche des Archipels ist ca. 7882 km2 groß.

 

Isabella ist die größte Insel mit einer Oberfläche von etwa 4588km2 (60% von Galapagos ). Es gibt 12 andere größere Inseln, 6 Inseln zwischen 1 und 10 km2 und zahlreiche kleinere Inseln. 96% des Archipels sind ein geschützter Nationalpark, 4% werden für militärische Zwecke genutzt.

 

Galapagos wurde von Tomas de Berlanga im Jahre 1535 entdeckt. Er schrieb in seinem Bericht: „Es sieht aus, als ob Gott Steine regnen ließ “,bezogen auf die vulkanischen Berge und die felsige Küstenlinie. Das Archipel bietet aber mehr als nur Steine! Wegen der markanten vulkanischen Bodenstruktur und dem besonderen Klima bieten die Inseln ein außergewöhnliches Lebensgebiet für Vögel, Meeressäugetiere, Reptilien und Pflanzen.

 

Dank des kalten Humboltstroms sind die Gewässer um Galapagos sehr fischreich. Eine weitere Folge dieser kalten Strömung ist, dass die Hammerhaischulen, die der Taucher sonst nur in größeren Tiefen vorfindet, hier schon ab einer Tauchtiefe von nur 10 Metern vorkommen.

 

Flora und Fauna

Galapagos hat eine weltweit einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Fast alle Lebewesen sind endemisch. Galapagos ist ein Paradies für ( See- )Vögel wie Rotfußtölpel, Blaufuß-Tölpel, Gabelschwanzmöwen, Galapagos-Pinguine und den Galapagos-Albatros. Seelöwen, Robben, Pottwale und Orcas können ebenfalls beobachtet werden. Galapagos ist außerdem berühmt für die großen Landleguane wie zum Beispiel den Drusenkopf (auf der Insel Plaza Sur) und verschiedene Schildkröten, wie z. B. die Riesenschildkröte.

 

Bevölkerung

Die Einwohnerzahl von den Galapagos Insel beträgt ca. 20.000 Menschen. Es sind nur fünf Inseln bewohnt: Santa Cruz, San Cristóbal, Isabela, Floreana und Baltra.

 

Die Zentralen Inseln

Santa Cruz

Foto David Hettich

Ihr spanischer Name lautet „Indefatigable“ was übersetz die „Unermüdliche“ heißt. Sie ist die am stärksten bevölkerte Insel und zugleich das touristische Zentrum. Im Hafenstädtchen Puerto Ayora konzentrieren sich Hotels, Restaurants und Souvenirläden. Dort befindet sich auch die Charles Darwin Forschungsstation, die nach dem bekannten Evolutionsforscher Charles Darwin benannt worden ist. Die Ausstellungen informieren über die Naturgeschichte von Galapagos und widmen sich dem Erhalt der endemischen Riesenschildkröten.
Nicht weit vom Ortszentrum liegt ein traumhaft schöner Sandtrand, die Tortuga Bay. Hier kann man mit ein wenig Glück grüne Meeresschildkröten bei der Eiablage beobachten.

Darüber hinaus bietet Santa Cruz noch weitere sehenswerte Attraktionen wie z.B. den imposanten Lavatunnel bei Bellavista oder den Aufstieg zum 864m hohen Cerro Crocker.

Im Reservat La Caseta hat man die Chance bei einer Wanderung Riesenschildkröten in freier Wildbahn zu beobachten und den Einsturzkrater Los Gemelos zu erkunden. 

 

Plaza Sur

Die kleine, unbewohnte Insel ist an der Ostküste von Santa Cruz gelegen und beeindruckt durch ihren Tierreichtum. Die größte Seelöwen Kolonie des Archipels empfängt die Besucher dicht gedrängt am Ufer. Bekannt ist die Insel allerdings für die Landleguane, von denen es hier ca. 300 gibt.

 

Seymour

Die kleine Insel ist nördlich von Baltra gelegen und nur mit einer Sondererlaubnis zugänglich. Das Lavaplateau ist ein beliebter Nistplatz der Blaufußtölpel und Pracht- Fregattvögel, während auf den Lavablöcken der Küste Seelöwen und Meerechsen lagern. 

 

Santa Fé

Foto David Hettich

Die unbewohnte Insel befindet sich ca. 2 Stunden Bootsfahrt östlich von Puerto Ayora und ist bekannt für riesige Baumopuntien (besondere Kakteenart) und ihre eigene Gattung der Landleguane. Ein schöner Sandstrand mit Seelöwen belagert lädt zum Verweilen ein.

 

Santiago

Auch als San Salvador bekannt verzeichnet die Insel einen hohen Zulauf am Ankerplatz von Puerto Egas. Auf den ausgedehnten, langen Lavaflächen der Insel kann man eine Vielzahl interessanter Tiere beobachten: Galapagos Seelöwen, Meerechsen, Lavareiher, die Roten Klippenkrabben und Galapagos Seebären. Auch das Hinterland bietet sehenswerte Attraktionen wie eine Lagune mit verschiedenen Mangroven- Arten und Balsambaumbeständen.

 

Bartolomé

Foto Norbert Probst

Nur einen Katzensprung von der Ostküste Santiagos entfernt liegt die kleine, unglaublich schöne Insel, die den Blick zu dem wohl am meisten fotografierten Galapagos Panorama freigibt: dem Pinnacle Rock mit seinen schwarzen Lavafeldern im Hintergrund. Nach einer Wanderung über die Insel verspricht ein goldgelber Sandstrand Erholung und mit etwas Glück sogar die Gesellschaft von Galapagos- Pinguinen.

 

Rabiba

Die kleine Insel südlich von Santiago besticht durch einen dunkelroten Sandstrand, belagert von Seelöwen und eine Lagune gefüllt mit Flamingos.

 

Genovesa

Bekannt als Vogelinsel kann man auf Genovesa zehntausende von Rotfußtülpel zusammen mit ihren Nahrungskonkurrenten den Binden- Fragattvöglen beobachten.

 

Isabela

Foto David Hettich

Die größte der Galapagosinseln setzt sich aus 5 Schildvulaknen zusammen. In der kleinen Hafenstadt Puerto Villamil leben ca. 1500 Menschen. Hier findet man neben einigen Hotels und Restaurants sogar einen Flughafen, der für den regionalen Verkehr zwischen den Inseln zuständig ist. Ein unvergessliches Erlebnis ist die Wanderung zum Vulkan Alcedo, in dem die größte Population von Riesenschildkröten lebt (ca. 6000 Tiere). Für diese Tour muss eine Übernachtung im Zelt eingeplant werden und es bedarf einer Sondererlaubnis vom Nationalpark.

 

Fernandina

Die jüngste der Galapagosinseln ist durch einen schmalen Kanal von Isabela getrennt. Die Insel imponiert mit einer fantastischen Landschaft und einer reichen, vielfältigen Tierwelt.

 

Floreana

Die Insel mit dem Zweitnamen Santa Maria ist hauptsächlich wegen ihrer Siedlungsgeschichte bekannt. Im 17. Jahrhundert waren es Piraten, später Walfänger und zuletzt Individualisten, die auf dieser Insel Ihr Glück suchten. Vo historischen Interesse ist Floreanas Poststation in der Post Office Bay. Diese wurde im 18. Jahrhundert von Walfängern gegründet um mit der Außenwelt in Kontakt zu bleiben.
 
Der Aussichtspunkt Punta de Cormorán offeriert einen tollen Ausblick auf die Flamingopopulation der Insel.

 

Espanola

Foto David Hettich

Die landschaftlich eher unspektakuläre Insel beeindruckt durch Ihre Reize im Tierreich. 12000 Paare der Galapagos Albatrosse nisten hier neben Blaufuß, Maskentölpeln, Gabelschwanzmöwen und Rotschnabel-Tropikvögeln. 

 

San Cristóbal

Siedlungszentrum dieser 558qm großen Insel ist der Hafen Puerto Baquerizo Moreno mit ca. 3000 Einwohnern. Hier beginnen die Tauchsafaris nach Wolf & Darwin.


Eine Flugverbindung zum Festland und zwischen den Inseln ermöglicht eine direkte Anreise. Sehenswert ist das Hochlanddorf El Progreso. Im Krater des ehemaligen Vulkans liegt der einzige Süßwassersee von Galapagos.