Philippinen
Die Philippinen bieten mit ihrer unendlichen Anzahl von über 7107 Inseln abwechslungsreiche Impressionen über und vor allem unter Wasser. Die philippinischen Riffe haben die weltweit größte Vielfalt an Fisch-, Krebs- und Korallenarten.
Der Archipel wird in drei Inselgruppen unterteilt: Luzon im Norden (mit der Hauptstadt Manila), die Visayas (bekannte Inseln Palawan, Negros, Cebu, Boracay und Bohol) und die die Gruppe Mindanao im Süden der Philippinen. Für Taucher sind die Regionen Luzon und Visayas von besonderem Interesse.
Mindoro (Puerto Galera, Apo Reef)
Nur ca. 2,5 Stunden südlich der Hauptstadt Manila liegt die Insel Mindoro. Sie zählt zu den größten Inseln des Landes und bietet eine abwechslungsreiche tropische Landschaft mit Wasserfällen, Regenwäldern und Bergmassiven.
Der quirlige Ort Puerto Galera an der Sabang Bucht liegt im Norden der Insel und ist besonders bei Tauchern beliebt. Unzählige vorgelagerte Riffe ermöglichen kurze Ausfahrten zu den Tauchplätzen, die für ihre Artenvielfalt an Kleinlebewesen bekannt sind.
Ein Highlight sind die Tauchausfahrten nach Verde Island die spektakuläre Tauchgänge bietet. Drop-Offs und nahrungsreiche Meeresströmungen sind Grundlage einer unglaublichen Artenvielfalt von über 300 Korallenarten.
Ein weiteres Highlight bietet der Apo Reef Nationalpark, der westlich der Insel Mindoro gelegen ist. Das Apo Reef ähnelt einem riesigen Atoll mitten im Meer und ist Heimat großer pelagischer Fischarten wie Mantas, Haien und Adlerrochen. Am besten lässt sich Apo Reef während einer mehrtägigen Tauchsafari erkunden.
Palawan (Tubbataha Reef)
Die Insel Palawan ist geprägt durch schroffe Kalksteinfelsen, weißen Sandstränden und türkisblauem Meer. Mit über 1800 vorgelagerten Inselchen bietet Palawan eine Vielzahl abwechslungsreicher Tauchplätze.
Die wohl bekanntesten Riffe bei Palawan sind die Tubbathaha Riffe. Mit über 100km² Fläche sind sie das größte zusammenhängende Riffsystem der Philippinen und bieten inmitten der Sulu- See Anziehungspunkt für riesige Fischschwärme, Mantas, unzählige Haie und Schildkröten. Bereits 1993 wurden die Riffe zum Unesco Weltnaturerbe erklärt.
Die Riffe können nur zwischen März und Juni von Tauchsafari Schiffen angefahren werden.
Die Routen beginnen meist ab Puerto Princesa. Die Überfahrt nach Tubbataha dauert ca. 12 Stunden.
Bohol (Panglao, Cabilao)
Die beliebte Insel Bohol liegt im Herzen der Visayas und beeindruckt mit kristallklaren Wasser und der außergewöhnlichen Landschaft der „Chocolate Hills“, einer Hügellandschaft geprägt durch 1200 Hügeln. Zudem ist hier der Tarsier beheimatet, einer der kleinsten Halbaffenarten unserer Erde.
Die Tauchplätze rund um Bohol sind sehr vielfältig. Die Insel Panglao beeindruckt mit ihrer herrlichen Korallenpracht. Cabilao bietet artenreiche Drop- Offs mit nicht seltenen Großfischbegegnungen.
Cebu (Malapascua, Moalboal)
Die 200km lange Insel Cebu zählt zu den kulturellen und wirtschaftlichen Zentren der Philippinen. Cebu City ist die älteste Stadt des Landes und bietet einen schillernden Kontrast zu den betörenden Naturschönheiten. Flachabfallende, weiße Traumstrände in Kombination mit artenreichen Korallengärten prägen das paradiesische Inselflair.
Die kleine Insel Malapascua liegt 8km vor Cebus Nordspitze entfernt und ist nur zweieinhalb Kilometer lang und einen Kilometer breit. Einsame Buchten, schneeweiße Strände und felsige Küstenstreifen prägen die paradiesische Insel.
Bekannt ist die Insel bei Tauchern wegen ihrer Fuchshaie, die hier regelmäßig an einer Putzerstation vorbeischauen. Die Unterwassergärten von Malapascua bieten neben einer beeindruckenden Korallenvielfalt einige Wracks.
Moalboal ist eine kleine Stadt an der Westküste Cebus und bietet einen idealen Ausgangspunkt für Tauchexkursionen in die artenreichen Krallengärten. Der Tauchplatz „Sunken Island“ ist besonders bekannt für große Schulen an Haien und Thunfischen.
Negros (Dumaguete, Apo Island, Siquijor)
Negros, auch als “Zuckerinsel” bekannt, beeindruckt mit imposanten Vulkanlandschaften, tropischen Bergregenwäldern und märchenhaften Küstenregionen sowie jede Menge Zuckerrohr. Heiße Quellen, thermale Pools, Wasserfälle und Lagunen säumen die Wanderwege zu den Kraterrändern der Vulkane.
Dumaguete ist eine charmante Universitätsstadt und liegt im Südosten der Insel.
Eine schöne Uferpromenade mit Cafés und Restaurants sowie das koloniale Spanische Flair geben der Stadt einen ausgewogenen Charme.
Dauin liegt nur 15km südlich von Dumaguete ist bekannt durch seine goldbraunen, sehr sauberen Stränden und seinen heißen Quellen direkt am Strand. Viele Tauchplätze liegen nur wenige Minuten vor der Küste und offerieren ein attraktives Riff mit einer großen Artenvielfalt. Im Dauin Marine Sanctuary reicht der Korallenbewuchs bis in sehr seichtes Gewässer und bietet auch für Schnorchler ideale Bedingungen.
Apo Island ist ein absolutes Highlight für Taucher und Schnorchler. Die kleine Insel ist von fantastischen, dicht bewachsenen Korallenriffen umgeben und beheimatet eine ganze Schar von Anemonenfischen. Seit 1970 befinden sich die Gewässer unter dem Schutz der Universität Dumaguete um so die Arten und Korallenvielfalt in Ihrer vollen Pracht zu erhalten.
Siquijor Island ist mit einer Schnellfähre von Dumaguete aus zu erreichen und ein Geheimtipp für Ruhesuchende. Die Unterwasserwelt ist sehr abwechslungsreich und bietet neben artenreichen Korallengärten eine 40m abfallende Steilwand, mit einem farbenfrohen Bewuchs.
Boracay
Boracay gilt als Tropenparadies der Philippinen. Kilometerlange, palmengesäumte weiße Sandstrände, sowie türkisblaues Wasser haben der Insel nicht umsonst den Titel der Top 10 Strände der Welt gegeben. Die Insel bietet neben zahlreichen anderen Wassersportarten auch für Schnorchler, Golfer, Wind- und Kitesurfer (Dezember – Februar) ideale Bedingungen.
Die Tauchplätze sind sehr abwechslungsreich für Anfänger sowie fortgeschrittenen Taucher. Die berühmten Steilwände von „Yapak“ sind bekannt für Fischwärme und ihre intakte Korallenwelt.


